Bischöflicher Beauftragter für Geistliche Gemeinschaften hält Abschlussvortrag in der Kapelle des Altenheims in Waxweiler

Waxweiler. Das Psalmengebet ist seit zwei Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Gebetspraxis im Judentum und Christentum. Psalmen werden gelesen, gemurmelt, gesungen, rezitiert und auswendig gelernt. Unzählbar sind die Nachdichtungen sowie die Inspirationen der Psalmen für Schriftsteller/innen, Komponisten/innen und Künstler/innen. Bedeutsam sind die Psalmen vor allem, weil sie in klarer Sprache existentielle Grenzsituationen thematisieren. Sie greifen noch heute aktuelle Lebensfragen auf und laden ein, das eigene Leben in sie einzutragen.

Die Mainzer Landesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Erwachsenenbildung hat eine neue Ausstellung, bestehend aus 30 Rollups, zu diesem Thema herausgebracht. Sie heißt „Lebens.Raum Psalmen“ und besteht aus fünf begehbaren Räumen:

  •  Der Dunkel.Raum stellt die Klage- und Fluch-Psalmen in den Mittelpunkt.
  • Im Sozial.Raum geht es um die Frage nach Gerechtigkeit und Solidarität in den Psalmtexten.
  • Der Frei.Raum greift mit Psalm 23 die Frage des Gottvertrauens auf.
  • Der Welten.Raum wirft anhand der Schöpfungspsalmen einen Blick in Schöpfung und Universum.
  • Der Klang.Raum widmet sich der Bedeutung der Psalmen in der jüdischen und christlichen Liturgie.

Diese Ausstellung wird von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) nun auch in die Westeifel organisiert. In Waxweiler gastiert sie vom 8.-13. November 2014 im Alten- und Pflegeheim. Sie kann dort täglich und kostenfrei besichtigt werden.

Zum Abschluss der Ausstellungswoche in Waxweiler referiert der Bischöfliche Beauftragte für die Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Trier, Monsignore Helmut Gammel, über „Psalmen – Gebete des Lebens“.

Msgr. Helmut Gammel
Der Referent schreibt dazu: „Das Buch der Psalmen ist ein sehr altes Buch. Es versammelt 150 Texte, Gebete, Lieder, die weit in die jüdische Glaubenswelt hineinreichen. Über Zeiten und Grenzen hinweg haben unzählige Menschen in den Psalmen Sprache gefunden zu ihrem Gott. Lob und Dank, Fragen und Zweifel, Proteste und Bitten, Not und Glück von namenlosen Betern formuliert, die Gott offensichtlich nicht irgendwo glaubten, sondern ihn suchten und fanden in ihrem Leben.“

Der Vortrag findet am Donnerstag, 13. November, um 19.30 Uhr, in der Kapelle des Alten- und Pflegeheimes in Waxweiler statt.

Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten.

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